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Fachpflegebereich Demenz

nach Professor Erwin Böhm

Das Seniorenzentrum „Sonnenhof“ ist auf einem weitläufigen Grundstück mit drei Gebäuden errichtet. Nach dem Umbau im Jahre 2013 entstanden im Haus "Seniorenwohnpark" fast ausschließlich geräumige und gemütliche Einzelzimmer mit dem Schwerpunkt der "klassischen Pflege". Für das Betreute Wohnen steht Ihnen das Haus "Bauernwinkel" bereit und im Haus "Aue" geht man bereits seit dem Jahre 2008 mit dem Fachpflegebereich "Demenz" neue Wege. Hier wurde ein entsprechendes Milieu für an Demenz erkrankte Bewohner gestaltet. Damit einhergehend wurden kontinuierlich drei Fachkräfte in einer  gerontopsychiatrischen Fachweiterbildung ausgebildet. Vertiefter suchte die Einrichtung in der weiteren Entwicklung nach einem Pflegemodell, welches den komplexer werdenden Anforderungen gerecht wird und sowohl den Bewohner, als auch den Pflegenden einbezieht.

Im Jahre 2010 begann für alle Mitarbeiter des Hauses „Aue“ die modulare Ausbildung nach dem „Böhm-Modell“. Das Modell steht in der Ergänzung zum Pflegemodell nach Krohwinkel (pflegetheoretische Grundlagen der somatisch geprägten Pflege). Für die gerontopsychiatrischen Erscheinungsformen der Pflege findet das psychobiographische Pflegemodell nach Professor Erwin Böhm Anwendung. Das psychobiographische Modell fördert ein vertieftes Verstehen durch intensive Auseinandersetzung mit der emotionalen Biographie des alten Menschen. Der Erhalt und die Reaktivierung des „Elan Vital“, die Anerkennung der individuellen Lebenssituation sowie die gewachsene Identität stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Demenz wird als psychobiographisch interpretierbares Geschehen betrachtet. Durch das Gefühl bleibt der Demente weitgehend erreichbar und erlebt eine Verbesserung seiner Befindlichkeit. Die Mitarbeiter erfahren durch die angewandte Professionalität eine neue Motivation in ihren Tätigkeiten.

Das Haus „Aue“ stellt einen eigenen Fachbereich dar. Die Bewohnerzimmer sind individuell geschnitten und mit eigenen bzw. Mobiliar aus der Prägungszeit seiner Bewohner eingerichtet. Wie auch zu Hause üblich, sind die gemeinsam genutzten Räume ihrer Funktion gerecht gestaltet und vor allem auch als solche erkennbar. Dazu zählen u.a. Wohnzimmer, Gute Stube, Küche, Vorratsräume, Diele, Toiletten und Bäder. Die technische Ausstattung entspricht der modernen Altenpflege soll aber nicht im Vordergrund stehen. An dieser Stelle steht das Daheim-Gefühl, welches durch bekannte Alltagsgegenstände, Möbel, Spruchbilder, etc. entsteht.

Auch der Tagesablauf ist den Biographien der Bewohner angepasst. Die Antwort auf die Frage: Was war früher normal und soll es heute auch sein? ist Grundlage der unterschiedlich gegebenen Reize zur Wahrnehmung der eigenen Identität. Eine Kenntnis der Hintergründe früherer Zeiten ist Grundvoraussetzung für die Arbeit im „Böhmbereich“ und führt zu einer Toleranzerhöhung und einem Verständnis der Mitarbeiter gegenüber den geprägten Handlungen der Bewohner. Ein Normalitätsprinzip wird erreicht und akzeptiert.

Das Haus verfügt ferner über einen eigenen Garten welcher direkt durch die Küche erreicht werden kann. Auf der gegenüberliegenden Hausseite ist der Ein- und Ausgang mit einer Wanderguard-Anlage ausgestattet. Diese gibt bei Bedarf ein akustisches Signal an die Mitarbeiter. Die Anlage wird dem Bewohner mit zeitweise starkem Bewegungsbedürfnis gerecht, ohne diesen direkt einzuschränken.

Kontextspalte

Zertifizierter Demenzbereich nach Professor Erwin Böhm

"Aufleben statt Aufheben"

Wir bieten Ihnen in unserem eigenständigen Pflegebereich "Aue" einen besondere Betreuung für an Demenz erkrankten Menschen nach Professor Erwin Böhm.

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